Wir sind ein Garten. Zehn Jahre Wuhlegartenfest mit Kinderimkern, Tanz aus Peru und Dan Bau

Berlin, 23.6.2013. Das Sommerfest anlässlich des 10. Jubiläums vom Wuhlegarten war ein voller Erfolg. Der Verein Interkultureller Garten Berlin Köpenick e.V. hatte zum Sommerfest mit Vertretern aus Politik, Gesellschaft, Migranten und Köpenicker Familien geladen. Mehr als 300 Besucher kamen zu dem nunmehr 15 Nationen-Garten. Dieser Garten lebt.

„Das Fest war ein voller Erfolg, wir zählten mehr als 300 Gäste“, erklärt Vereinsvorsitzende Brigitte Kanacher-Ataya. Besondere Highlights waren die Ansprache Bezirksbürgermeister Treptow-Köpenick Oliver Igel , vom Gründer des Gartens Dr. Klaus Wazlawik und die Grußworte der Gartenaktivistin und Mitbegründerin des Wuhlegartens im Jahr 2003 Gerda Münnich. Sie verlas das Grußwort der Stiftung Interkultur anstiftung & ertomis mit den folgenden Worten: „Der Wuhlegarten war damals eines der Pionierprojekte der erwachenden Interkulturellen Gartenszene. Es gab nur einige wenig vergleichbare Interkulturelle Gärten (in Deutschland), wie Perivoli in Berlin-Neukölln, die Internationalen Gärten in Göttingen und die Bunten Gärten in Leipzig. Der Wuhlegarten war und ist Inspirationsquelle, Vorbild und Best Practice für viele Gartenprojekte, die seitdem entstanden sind. Heute gibt es 145 Interkulturelle Gärten im Netzwerk der Interkulturellen Gärten und weitere 89 Projekte sind in Planung bzw. Aufbau.“

„Unser Garten lebt!“, so steht es schon in dem Flyer des Vereins, der für die Kooperation und Mitsprache von derzeit 14 Nationen, die im Wuhlegarten vereint sind, spricht. Untermalt wurde dieser Slogan sowohl durch die leckeren Speisen aus aller Herren Länder wie Skandinavien und Mexiko als auch durch die Tanzgruppe Sin Fronteras aus Lateinamerika und vom Instrumentenbauer Herr Hung Manh Le. Er stellte sein in Vietnam bekanntes Holzinstrument mit nur einer einzigen Saite „Dan Bau“ in wunderschön melodiösen Liedern vor. Zudem sorgte der Clown „Dolchu“, mit dem richtigen Namen Carlos Lojo Rubino, für echte Lacher unter Kindern wie Erwachsenen. Auch spielte Valerij Ignatenko aus Russland französische und russische Lieder.

Zudem gab es Vorführungen von Wuhlegarten-Imker Jens Kloß für Groß und Klein. Auch das erst vor zwei Monaten erbaute und bepflanzte Hügelbeet fand großen Anklang (Dokumentationen anbei).

Ob frisches Brot aus dem Lehmofen, selbst gemachte Kräuterbutter, Holunderblütensaft, Minze-Erfrischung, Leckeres vom Grill oder Fairgehandeltes – für jeden Besucher war etwas dabei. Nicht zuletzt sei all den hilfreichen Händen vor und hinter den Kulissen gedankt. „Das Ziel der InitiatorInnen, hier einen naturnahen Ort, an dem Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen aufeinander zugehen und sich austauschen können, einen Ort gegen Ausgrenzung und für ein interkulturelles Miteinander zu schaffen, wird im Wuhlegarten (…) gelebt“, so Gerda Münnich. Dieser Garten lebt wirklich – mit all seinen Menschen, Pflanzen und Tieren.

Eine Überraschung gab es zum Schluss noch für alle Mitglieder – Catherine aus Lyon (Frankreich) bat um Aufnahme in den Garten. Sie wurde prompt und herzlich von der Gemeinschaft des Wuhlegartens begrüßt. Nation, die 15.